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Gedanken im Zeitalter 2.0
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iPhone 3G

Nun ist die Katze also aus dem Sack: Die zweite Generation von Apples Übertelefon hört auf den praxisnahen Namen iPhone 3G und beherbergt viele von den Fans geforderte (und bei der Konkurrenz längst erhältliche) Funktionen wie beispielsweise UMTS-Unterstützung und ein GPS-Modul. Die wohl überraschendste Nachricht: Das ganze wird mit 199 US-Dollar für die 8GB-Variante sogar erschwinglich werden. Grund zum Jubeln finde ich jedoch erst, wenn auch Details zum obligatorischen Zweijahresvertrag bekannt werden. Dennoch: Die Nachfolgegeneration wesentlich leistungsfähiger zu machen und dann den Preis zu halbieren – das ist so ungewöhnlich wie erfreulich – zumindest für Menschen wie mich, die (noch) kein iPhone besitzen. Der Rest darf sich mit Recht ein wenig darüber ärgern.

Das Ziel ist klar: Apple will den Massenmarkt erobern – und beruflich betrachtet wird dies für alle, die etwas mit dem Thema mobiles Internet zu tun haben, von Vorteil sein und der Branche den dringend benötigten Schub in Richtung kritische Masse und intensiver Nutzung bescheren. Schon heute ist das iPhone der ersten Generation in sämtlichen mir bekannten Logfiles mobiler Portale an der Spitzenpositon der Handsets zu finden – das iPhone 2.0 wird diesbezüglich neue Maßstäbe setzen. Soviel zu den sekundären Begleiterscheinungen.

Primär spaltet das Telefon die Gemüter mal wieder in zwei Lager: Die einen halten das angekündigte Telefon (im großen und ganzen) für überzeugend, und der Apple-Jünger als solches nässt sich ohnehin schon mal per se ein. Die anderen brauchen die Nadel im Heuhaufen nicht mal zu suchen, denn hier piekt so einiges: Dickeres Gehäuse und zudem aus Plastik, trotz 3G nur kleinste Bandbreiten, Bluetooth immer noch nicht für A2DP, MMS weiterhin Fehlanzeige, Akku bleibt fest mit dem Telefon verbunden, 2 Megapixelkamera, keine Videofunktion, kein Copy&Paste zwischen verschiedenen Anwendungen und wohl noch ein paar Kleinigkeiten….

Am Rande bemerkt, sorgte die Aufzählung eines Features der neuen Firmware 2.0 bei mir für ein kleines Lächeln: Zugegeben, es müssen ja nicht immer Killerfeatures angepriesen werden. Aber die Tatsache, dass man das Telefonbuch nun auch nach Kontakten durchsuchen kann, hätte ich als Programmierer im Changelog glaube ich kleinlaut verschwiegen ;-)

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Wenn Männer shoppen…

… dann überrascht das wohl selbst Neckermann. Gut, normalerweise bin ich ja auch nicht gerade der größte Befürworter von Datamining in Verbund mit personalisierter Werbung. Doch während im Netz kontextsensitive Einblendungen schon ganz gut funktionieren und die Mobile Branche von location based ads träumt, scheint man in der Offline-Welt zumindest bei einem der größten Versandhäuser noch ein paar Dekaden hinter der Zeit zu dümpeln. Anders kann ich mir jedenfalls nicht erklären, dass mein erster Ausflug in die Welt der Versandhäuser (der mich ohnehin in Bezug auf Spießertum und Männlichkeit einiges an Überwindung gekostet hat), marketingtechnisch eher danebengegangen ist.

Ich würde doch mal behaupten, dass das bestellte Paar Turnschuhe und die zwei Sportshirts zweifelsohne der Produktgruppe ‘non-feminin’ zuzuordnen sind. Zudem ging die Ware direkt an einen gewissen Michael H. aus HH. Wie um alles in der Welt kommen die Shopping-Strategen also darauf, mein Paket mit folgenden Give-aways zu garnieren?

giveaways

Ich glaube, die gehen zusammen mit den etwas zu weiten Shirts direkt zurück und werden so lange reklamiert, bis ne FHM und ein paar Rasierklingen oder wenigstens ne gepflegte After-Shave-Probe beiliegen.

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Finisher

Geschafft! Ich habe den zweifachen Nachtlauf um die Alster in 1 Stunde, 31 Minuten und 90 Millisekunden bezwungen :-) ) Insgesamt eine sehr nette Veranstaltung mit lediglich zwei Kritikpunkten meinerseits:

1. Die Farbe der Trikots ist in Zeiten der EM sehr gewagt

2. Fackeln am Wegesrand sehen nett aus, sorgen aber für vernebelte Sicht und erschwerte Sauerstoffzufuhr

Nächstes Jahr wird dann die 90 Minuten-Grenze geknackt.

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Ab heute neu: “Ich fahr Bus”

Um es gleich vorweg zu nehmen: Nein, ich bin auch schon vor dem heutigen Tage Bus gefahren. Blicke ich auf meine HVV-Abo-Karte (Anmerkung für Menschen von Außerhalb: HVV = Hamburger Verkehrsverbund) lese ich dort sogar “August 2007″, was so viel heißt wie, dass ich mir das nun schon über neun Monate regelmäßig antue. Mein Beitrag zum Klimaschutz und Rettung der Erde? Naja… nicht ganz… (warum muss ich nur immer so ehrlich sein…). Es ist vielmehr so, dass in einem Radius von zwei Kilometern um meinen Arbeitsplatz ein freier Parkplatz ungefähr so häufig vorkommt, wie es an einem Samstag-Abend in einem x-beliebigen Discounter um 21.55 Uhr noch Frischmilch im Kühlregal gibt… Gut, vielleicht sind andere Menschen sowohl beim Auffinden der Parkplätze als auch beim Einkauf einfach schneller als ich… jedenfalls habe ich mich dafür entschieden, mein Auto abzuschaffen und mal zu gucken, ob und wie lange ich es in einer Großstadt mit vermeintlich idealen ÖPNV-Bedingungen ohne eigenes Vehikel unterm Hintern durchhalte.

Jetzt, wo ich das gerade so runterschreibe, frage ich mich, ob man diesen Selbstversuch nicht irgendwie auch bei RTL2 und Konsorten als Reality-Soap hätte unterbringen können. Ab heute um 20.15 – das spektakuläre Experiment: Ein verwöhnter Bengel, der seit dem 18. Lebensjahr immer ein eigenes Auto hatte, tauscht dieses gegen ein Leben mit öffentlichen Verkehrsmitteln ein. Erleben Sie seinen Aufbruch ins Ungewisse (Einspieler mit O-Ton: “Ich bin echt gespannt, was mich erwartet, das wird ne irre Herausforderung”), die ersten Schritte im neuen Leben (”Ich wusste nicht, dass es Busse mit Doppelgelenken gibt”), die ersten Rückschläge (”Wie, der fährt jetzt nur noch alle 20 Minuten?”) die ersten schmerzhaften Erfahrungen (”Ok, das ‘Zurückbleiben bitte’ meinen die echt ernst”) und zwischenmenschliche Dramen (”Was soll das heißen ‘Ich fahre außerhalb meiner Zone’? Finden Sie das nicht ein bisschen diskriminierend?”)

Zurück zum Thema: Man glaubt gar nicht, was man alles so erleben kann, wenn man in Hamburg täglich mit Bus und Bahn unterwegs ist. Und da ich für die Idee mit dem Fernsehen zu spät dran bin und mir ein Therapeut zu teuer ist, nutze ich nun einfach mein Blog, um mir meine Erlebnisse von der Seele zu schreiben.

Kurz zur Ausgangssituation: Wie es der Zufall möchte, bin ich – was z.B. den Weg zur Arbeit angeht – natürlich nicht auf einen herkömmlichen Bus, sondern auf Hamburgs mit Abstand am stärksten frequentierteste Linie – den 5er – angewiesen. Dies birgt zum einen die Gefahr übelster Quetschungen aufgrund von einer Menge unfreiwilligem Körperkontakt, zum anderen aber auch nahezu täglich genügend Material für eine kleine Geschichte (oder Sozialstudie).

In diesem Sinne: Viel Spaß mit der neuen Kategorie “Ich fahr Bus”.

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Ich fahr Bus
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Pipi(faxen)

Was macht einen guten Slogan aus? Prägnanz, Kürze, Griffigkeit? Schon alles keine schlechten Zutaten. Wer es dann noch schafft, den Unique Selling Point zumindest zu touchieren, ist schon ganz weit vorne. So funktioniert Werbung. Zumindest in meiner Welt.

Dass ein Slogan jedoch auch völlig befreit von all den soeben genannten Attributen daherkommen kann und den Empfänger mit einem Schulterzucken und hochgezogener Augenbraue zurücklässt, zeigen Beispiele wie “drive alive” (Audi) oder das allseits beliebte “Come in and find out” (Douglas), das viele immer noch mehr mit dem Glaslabyrinth auf dem Hamburger Dom (Volksfest) als denn mit einer Parfümerie assoziieren. Gut, in erster Linie ist hieran wohl der etwas zu kreative Gebrauch der englischen Sprache Schuld, die trotz Omnipräsenz in den Medien von einem Großteil der Konsumenten nicht verstanden wird. Machen wir es also auf Deutsch – da kann dann nichts schiefgehen, oder?

Mein derzeit unangefochtenes Highlight in Sachen Sinnfreiheit ist der aktuelle Spot für “ClearBlue”, dem – wenn man so will – Ferrari unter den Schwangerschaftstests. So vollgestopft mit Technik, dass es mich wundert, warum man das Ding nicht auch im MediaMarkt bekommt, aber das ist eine andere Geschichte…

Und genau diese Technik ist es, die die Macher des Spots zu folgendem Slogan beflügelt hat. O-Ton: “Erleben Sie die wohl größte technische Innovation, auf die ein Urinstrahl treffen kann”.

So, der Satz muss erstmal sacken. Der Vorteil dieses Blogs ist, dass man es hier schwarz auf weiß lesen kann. Ich habe hingegen vor meinem Fernseher gesessen und gedacht “Das hast du gerade nicht gehört. Oder total falsch verstanden”…

In Sachen Prägnanz macht den Herrschaften von ClearBlue in jeden Fall so schnell niemand was vor, soviel steht fest. Wie steht es jedoch um die Glaubhaftigkeit dieser Aussage? Ich gebe zu, ich habe lange darüber nachgedacht. Praktisch gesehen und mit etwas Mut, wäre der Slogan sehr, sehr einfach zu widerlegen…

Da sich jedoch vermutlich niemand freiwillig auf Gerätschaften in seinem Wohn- oder Arbeitszimmer erleichtern wird, es noch keine Pissoirs mit Display sowie Internetanschluss gibt und mir selbst im angetrunkenem Zustand noch nie mein Handy ins Becken gefallen ist, hat ClearBlue wohl Recht, oder?

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Kinderüberraschung 2.0

Wer nicht mehr (so viel) raucht, schwenkt auf Süßigkeiten um. Auch ich bin hier keine rühmliche Ausnahme und lege nun des öfteren auf das Laufband der Supermarktkasse etwas schokoladiges statt nikotinhaltiges. Heute fiel die Wahl auf das gute alte Ü-Ei. Spannung, Spiel und Schokolade – so hatte ich es noch im Hinterkopf, als ich das letzte Mal vor ewigen Zeiten das Papier entfernt und den gelben Kern von seiner schmackhaften Hülle befreit hatte.

Prinzipiell hat sich wohl auch heute nicht wirklich viel daran geändert. Doch man merkt eindeutig, dass die Zeit auch hier nicht stehengeblieben ist. Das Ü-Ei richtet sich heute an die Generation @

Trotz des üblichen Schüttel- und Zählrituals war mir das Glück leider nicht hold, und so plumpsten nach dem Öffnen der Dose zahlreiche Einzelteile auf meinen Schreibtisch. Na gut, mal wieder was zum Basteln, dachte ich mir. Bestand früher die große Herausforderung darin, die Einzelteile ohne Zuhilfenahme eines Elternteils zusammenzusetzen, klappt dies heute zum Glück bestens. Ein wirklich befriedigendes Gefühl wollte sich aber nach dem Ende der Konstruktion nicht wirklich einstellen – was vor allem an der nicht gerade banalen Frage lag: “Was zum Himmel hab ich da denn eigentlich zusammengebaut?”

“Read the f***ing manual” half hier leider nicht weiter, denn dort fand sich weder der Name des Ungetüms, noch ein Bild aus der Serie, aus der es wohl stammen mag. Welches Orakel befragt man also, wenn auch die Kollegin nur mit den Schultern zuckt? Richtig- das Netz der Netze. Und genau das war von den Machern auch so gewollt. Denn auf einmal fiel mir der kleine fünfstellige Code über der URL im Beipackzettel ins Auge. Also flugs auf ins Magic Kinderportal und die Abfrage gestartet: Es war ein kleiner grüner Drache, der mir fortan alle Wünsche erfüllen sollte (klappte nach ersten Tests noch nicht so richtig – ok, vielleicht war ich auch gleich etwas zu anspruchsvoll…).

Den Namen des Drachens habe ich mittlerweile leider vergessen – der Zettel nebst Code ist im Mülleimer verschwunden. Was bleibt, ist die Verwunderung darüber, ob mir mittlerweile einfach die Fantasie fehlt, die Ü-Eier-Geschöpfe selbst zu erkennen, oder ob Ferrero nicht doch lieber den Hinweis – ‘Internetanschluss ist erforderlich’ – auf die Eierhülle drucken sollte. Papa baut dann in Zukunft weiterhin die Geschöpfe zusammen und der fünfjährige Sohn zeigt ihm dann, wie er online die Datenbank der Kinder-Community mit dem Shortcode füttert und sich dann in aller Ruhe in einer Flash-Animation sein Werk von allen Seiten anschauen kann. Das nenne ich echte Teamarbeit.

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Minesweeper: The movie

Filmische Umsetzungen erfolgreicher Computer-Spiele… – bislang eher der Schattenseite von Hollywood zugehörig – man denke mit Schrecken an Wing Commander, Doom 3 oder Super Mario Brothers. Gnade vor Recht will ich hingegen noch bei Tomb Raider und Resident Evil ergehen lassen, und diese Aussage ist bitteschön nicht hormongesteuert zu verstehen.

Doch nun kommt ein Film, der wirklich das Zeug zum Blockbuster hat – kein Wunder bei der prominenten Vorlage…

[youtube LHY8NKj3RKs]

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Der mobile Wochenrückblick (Folge 1)

Verkaufsstart für das iPhone in Deutschland, Google bringt ein Open-Source-Handy-Betriebssystem und hierzulande gab es eine interessante Firmenübernahme – die Woche hatte es wirklich in sich!
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Mitch wird mobil

Erste Gehversuche unter www.www.michael-harms.info/mobile – vornehmlich natürlich mit dem Handy anzusurfen

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The internet is for porn

Nein, kein billiger Versuch, meine Stats mit Keywords zu pushen, sondern eine ideal aufs Zielmedium abgestimmte Präsentation. Immer nur Powerpoint ist doch auch langweilig ;-)

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